Die 7 besten Techniken für dein Social Media Marketing

Ein Unternehmen muss bei seiner Web-Präsenz auf vieles achten: Das Design muss einheitlich bleiben, die Usability sollte reibungslos funktionieren und selbstverständlich sein, für den Blog sollten die wichtigsten SEO-Aspekte im Auge behalten werden und so weiter. Ein wesentlicher und immer wichtiger werdender Bestandteil des digitalen Marketings sind aber, abgesehen von den ganzen Dingen, die du beim Erstellen deiner Seite berücksichtigen musst, die Online Communities. Wie bei jedem erfolgreichen Rockstar ist hier das Stichwort: FANS.

Fans

Fans sind aber, entgegen der landläufigen Meinung, keine kreischenden oder Herzchen postenden Freaks. Sie sind echte Menschen, die Lust haben, sich regelmäßig mit deiner Firma oder deinem Produkt auseinanderzusetzen, dafür also Zeit und am Ende auch Geld zu investieren. Für ein erfolgreiches Marketing haben Fans eine große Bedeutung. Um genau zu sein: Die gezielte Ansprache von Freunden und Followern mit auf sie zugeschnittenen Inhalten ist das Nachhaltigste, was Online Werbung zu bieten hat. Wie du eine Online Community aufbaust und was sie dir ganz konkret bringen kann, zeigen wir heute in 7 einfachen Schritten.

  1. Bestimme deine Zielgruppe
  2. Finde die richtigen Kanäle
  3. Nutze guten/relevanten Content
  4. Optimiere deine Posts
  5. Starte deine Fan-Base mit einem Knall
  6. Kümmere dich um deine Fans
  7. Nutze deine Community

Der KAI – Beispielhaftes Wachstum durch den Aufbau einer Online Community

Dass wir nicht einfach in’s Blaue hinein schwadronieren, sieht man an einem unserer Kunden, dem KAI (Kongress für außerklinische Intensivpflege und Beatmung). Seit 2 Jahren betreiben wir digitales Marketing für den Kongress. Der KAI ist seitdem von 200 auf über 1000 Teilnehmer gewachsen und konnte wegen der großen Nachfrage sogar in das Berliner Olympiastadion umziehen. Er war 2015 schon Wochen vor dem Event komplett ausgebucht. Das wäre ohne die große und kontinuierlich wachsende Online Community an potentiellen Ticketkäufern nicht möglich gewesen. Für uns sind Social Media Marketing und Community Management damit olympisch geworden.

Das Rezept zum Social Media Marketing Traum

Solche Dinge klingen immer gut, wenn man sie liest, aber unweigerlich kommen dann die Fragen: Wie? Mit wem? Wann? Wo? Kein Grund zur Panik: Wenn du die folgenden 7 Schritte befolgst, kannst du auch bald Siege im Social Media Marketing nach Hause bringen!

1. Bestimme deine Zielgruppe

Was ist überhaupt eine Zielgruppe? Ganz einfach: Menschen, die dein Produkt entweder schon kennen und mögen oder noch kennenlernen müssen, weil sie es lieben werden. Neben dem Otto-Normalverbraucher gehören auch und vor allem die so genannten Influencer zur Zielgruppe. Sie haben innerhalb deiner Branche eine Art Expertenstatus, eine besondere Glaubwürdigkeit, und vor allem erreichen sie viele Menschen mit ihren Online-Aktivitäten. Wenn du einen Influencer von deinem Produkt überzeugst, überzeugt er seine Follower, die das gut finden, was er gut findet – sprich: deine Zielgruppe. Nicht übel, oder?

Lege Personas an

Eine ungefähre Vorstellung, wer dein Produkt oder deine Dienstleistung nutzen könnte, ist noch keine Zielgruppenbestimmung. Nur wenn du genau weißt, WEN du ansprichst, kannst du festlegen, WIE du ihn oder sie ansprichst.

Du musst die Mitglieder deiner Zielgruppe in- und auswendig kennen, nicht nur ihr Alter, ihren Wohnort, ihre Freizeitbeschäftigungen, Jobsituationen und ihr Lieblingsessen. Sondern vor allem auch Wünsche, Meinungen, Ziele, Lebensstile. Um das festzuhalten, eignen sich so genannte Personas.

So lernst du deine Zielgruppe kennen

Wie aber kommst du an diese Informationen über deine Zielgruppe? Auf einem oder allen dieser drei Wege:

Nutze deine Webseite

Google Analytics hilft dir, die User deiner Seite zu analysieren. Diese Daten sind wirklich wertvoll. Denn Leute, die bereits Interesse an deinem Produkt haben, sind die perfekte Zielgruppe. Du musst sie nicht mehr überzeugen, sondern Ihnen ‘nur’ noch den Weg in deine Community weisen.

Nutze Google AdWords

Hast du keine Webseite oder noch zu wenig Besucher, ist der Planer für Display-Kampagnen von Google AdWords ein sehr nützliches Tool. Mit dem Planer kannst du herausfinden, welche Keywords welche Resonanz in der Suchmaschine haben, außerdem lassen sich Daten hinsichtlich des Alters, des Geschlechts und der Geräte, die die verschiedenen potentiellen Besucher deiner Seite nutzen (Smartphones, Tablets oder Computer) aus der Anwendung ziehen, die du alle in deiner Social Media Marketing-Strategie zur Geltung kommen lassen solltest.

Google Keyword Planer

Nutze deine Konkurrenz

Den einen oder anderen Blick auf das Social Media Marketing der Konkurrenz zu werfen, kann auch nicht schaden. Sie hat bestenfalls schon ihre Zielgruppe definiert und stürzt sich deswegen mit einem bereits fertig geplanten Image in das Community Management. Aus der Ansprache und den Themen, die dort verwendet werden, lassen sich wiederum Rückschlüsse auf die Zielgruppe ziehen.

2. Finde die richtigen Kanäle für dein Social Media Marketing

Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest, Google+, YouTube, SnapChat, Xing, LinkedIn und all die anderen … Es ist gar nicht so leicht, bei allen Social Media Plattformen den Überblick zu behalten – und nahezu unmöglich, sie alle zu bespielen.

Das musst du auch gar nicht. Im Gegenteil: Bestimme die 2-3 wichtigsten Social Media Kanäle für dein Produkt/Unternehmen und fokussiere dich auf sie. So sparst du Zeit und Nerven, gehst sicher, dass die Qualität stimmt, und verhinderst, dass deine Kanäle sich gegenseitig kannibalisieren.

Welche Social Media Plattform ist die richtige für mein Social Media Marketing?

Woher weißt du nun aber, welche Social Media Plattformen die richtigen für dich sind?
Ganz einfach: Indem du herausfindest, wo deine Zielgruppe sich am liebsten digital herumtreibt!

Alle lieben Facebook

Facebook als das mit Abstand größte soziale Netzwerk ist für viele Unternehmen der richtige Marketing-Ansatzpunkt. Über 1,55 Milliarden User sind hier angemeldet, liken, sharen und taggen, was das Zeug hält. 24% der Deutschen zwischen 18 und 44 (Zahlen von 2014) haben einen Account und nutzen ihn täglich (wenn nicht sogar stündlich oder minütlich).

Infografik: Facebook mit Abstand Nummer 1 | Statista

Hier erreichst du definitiv ein großes Publikum und hast durch die vielen Informationen, die Facebook-User über sich preisgeben, viele Möglichkeiten der sehr gezielten Ansprache. Auch für den KAI haben wir deswegen unser Hauptaugenmerk auf eine Facebook-Community gelegt.

Nutze auch andere Kanäle!

Und trotzdem ist Facebook keine Eier legende Wollmilchsau auf der Social Media Marketing-Wiese. Die Konkurrenz ist hoch, Facebook-Nutzer werden regelrecht bombardiert und immer geübter darin, Werbung einfach zu ignorieren. Deswegen solltest du unbedingt zusätzliche Optionen oder Alternativen in Betracht ziehen. Ist deine Zielgruppe zum Beispiel zwischen 14 und 24? Dann triffst du sie viel häufiger auf Snapchat oder Instagram. Produziert dein Unternehmen viel eigenen Video-Content? Dann solltest du einen YouTube-Channel oder Vine nutzen. Ist deine Zielgruppe größtenteils in den Vereinigten Staaten beheimatet? Dort lohnt sich Twitter beispielsweise wesentlich mehr als in Deutschland.

Wer nutzt was?

Zahlreiche Studien und schicke Grafiken zeigen dir, wer welche Plattform wofür nutzt. Hier findest du beispielsweise eine gute Übersicht darüber, welche Plattformen sich für welche Inhalte eignen.

Social Media-Kanäle

Quelle: Ethority.de

Und hier kannst du mehr zur Altersverteilung der verschiedenen Plattformen erfahren.

Social Media Alter

Quelle: Comscore.com

3. Schaffe guten/relevanten Content

Eine Wahrheit zu Beginn dieses Abschnittes: Ohne gute Inhalte wirst du niemals eine Online Community aufbauen. Über deine Inhalte stichst du zwischen deinen Konkurrenten heraus, mit ihnen sprichst du zu deiner Zielgruppe und überzeugst sie von dir. Mit ihnen zeigst du der Welt, dass du

  1. Ahnung hast von dem, was du tust,
  2. dich für sie interessierst und
  3. echt sympathisch bist (und den netten Verkäufer findest du doch auch selbst immer überzeugender, oder?)

Guter Content – Was ist das eigentlich?

Gute Inhalte also. Nichts leichter als das! Oder? Was macht Inhalte eigentlich tauglich für’s Social Media Marketing? Diese Frage kannst du dir mit einem Blick auf dein eigenes Internet-Verhalten beantworten. Wenn du abends durch Facebook oder Twitter stöberst, klickst du auf den Ausschnitt aus der neuen US-Comedy-Sendung – weil er dich zum Lachen bringt und dein Bedürfnis nach Unterhaltung befriedigt. Während du gerade auf der Suche nach neuen Sneakern bist, spricht dich der Buzzfeed Artikel zu den 10 heißesten Schuh-Trends des neuen Jahres plötzlich ganz besonders an. Das Bild mit der bebrillten Katze schaust du dir auch gerne näher an.

Katze mit Brille

Den Artikel über Kakteen hingegen lässt du links liegen, deine sind sowieso eingegangen. Was dir nicht in irgendeiner Form wertvoll erscheint, das willst du auch nicht sehen. Dafür ist das Internet zu voll und deine Zeit zu knapp. Diese spezifische Relevanz ist es also, die gute Inhalte für das Social Media Marketing auszeichnet!

Was relevant ist, wird geteilt

Ein großer Vorteil relevanter Inhalte ist: Sie wecken im Menschen das Bedürfnis, den Mehrwert mit Freunden, die ähnliche Vorlieben und Interessen haben, zu teilen.

Soziale Kanäle

Und so bekommst du – Achtung, jetzt fällt das magische Wort – R-e-i-c-h-w-e-i-t-e! Mit deiner Botschaft möchtest du möglichst viele Menschen erreichen. Nur so kann deine Community wachsen und sich die Bekanntheit deines Unternehmens durch Social Media Marketing steigern.

Nun kannst du entweder mit diesem Tool all deine Texte zu Cat-Content umformen – denn darauf scheinen etwa 99% der Internet-Nutzer anzuspringen. Oder aber, du lässt dir von diesen guten Tipps erklären, wie du Inhalte erstellst, die auch wirklich geteilt werden.

Wenn du dir die Theorie angeeignet hast, kommt das Wissen aus deiner Zielgruppen-Analyse zum Einsatz. Du weißt ja bereits, welche Bedürfnisse deine potentiellen Kunden haben, nach welcher Art von Inhalt sie suchen, ob nun bewusst oder unbewusst. Setze es ein!

Gute Ideen braucht der Content! – Aber woher nehmen?

Natürlich hängt die Ausgestaltung der Inhalte von der jeweiligen Plattform ab, auf der sie erscheinen, von der Art deines Produktes oder deiner Dienstleistung und von der Zielgruppe, an die du dich richten willst. Deiner Kreativität sind beim Erstellen von relevanten Inhalten keine Grenzen gesetzt.

Social Media Marketing Kreativität

Lass die Gedanken frei herumturnen, je origineller desto besser werden deine Inhalte. Aber über ein paar grundsätzliche Dinge solltest du dir vorher klar werden: Was will deine Zielgruppe über dein Produkt wissen? Worüber möchte sie informiert werden? Um das herauszufinden, gibt es einige Helferlein:

a. Nutze deine Spion-Sensoren

Stöbere dich durch das Internet! Gibt es Foren, in denen sich Leute zu deinem Thema oder verwandten Themen austauschen? Dann sieh dir an, welche Fragen dort gestellt, welche Antworten gegeben werden. Deine Konkurrenten betreiben Blogs? Hervorragend!

Social Media Marketing Spion

Aus den Kommentaren der Leser unter den Beiträgen kannst du sicher viel lernen! Werde dir dabei über Grundsätzliches klar: Ist dein Produkt eines, das sich mit Witz oder mit Professionalität vermarkten lässt? Oder mit beidem?

b. Google Adwords – mit Keywords zu Ideen

Bei deiner Ideenfindung kannst du dir auch wieder mit einigen Tools helfen, die einen Teil des Brainstormings für dich erledigen. Google Adwords beispielsweise liefert dir mit einem Mausklick unterschiedliche Keywords, die mit dem verwandt sind, das du eingegeben hast. Die mitgelieferten Zahlen verraten dir außerdem, was bei den Google-Usern beliebt ist und was nicht.

Google Keyword Planer

c. Facebook inspiriert durch Zielgruppen

Im Facebook-Werbeanzeigenmanager lassen sich unter den verschiedenen Interessen der potentiellen Zielgruppen, die du durchforsten kannst, einige neue finden, zu denen du gut passen könntest. Außerdem lohnt es sich, bei Gesprächen über Themen, die dein Produkt betreffen, mitzuhören – das geht in den sozialen Netzwerken zum Beispiel mit einer Hashtag-Suche – oder du trittst Gruppen bei, deren Interesse unter anderem dein Produkt sein könnte.

Facebook Werbeanzeigenmanager

Content-Typen als Grundlage für deine Ideen

Aus dem ganzen Sammelsurium an verschiedenen Ideenquellen kannst du im nächsten Schritt verschiedene Content-Typen entwickeln. Hier geben wir dir mal fünf zur Inspiration.

a. USPs: Eine Bühne für dich alleine

Was zeichnet dein Produkt/Unternehmen aus, macht es einzigartig und besser als die Konkurrenz? Deine Unique Selling Points sind ein tolles Aushängeschild und können unterschiedlich und ganz kreativ verpackt werden. Aber Vorsicht: Diese USPs solltest du 1. nicht zu offensichtlich und 2. nicht zu häufig posten. Dann bist du nämlich schnell als unsympathischer Angeber abgestempelt!

USP KAI

b. Interviews: Persönlicher geht nicht

Jeder mag Interviews – solange Menschen interviewt werden, deren Meinung eine
gewisse Aussagekraft hat, die sympathisch sind und die nicht so aussehen, als
hätten sie einen Sack voll Taler in der Tasche, die du ihnen für ihre
Meinungsäußerung zugesteckt hast. Und natürlich, solange sie kurz und prägnant
gehalten sind.

c. Bilder sagen mehr als Worte

Im Netz wird keine Zeit verschwendet! Am liebsten an Social Media ist uns, dass wir in ein paar Sekunden alles Wissenswerte aus dem herausgezogen haben, was uns präsentiert wird. Fotos kommen deswegen immer gut.

Wir sind alle visuell, können Bilder viel schneller erfassen als Texte und werden durch sie auf einer ganz anderen, emotionaleren und ästhetischeren Ebene angesprochen.

Facebook-Post mit Bild

d. Videos: der meistgeteilte Content

Bewegung erregt unsere visuelle Aufmerksamkeit am stärksten. Deswegen sind Videos auch die Inhalte, die zumindest auf Facebook am besten funktionieren, das heißt am meisten geteilt und kommentiert werden. Und so aufwändig, wie sie erscheint, ist die Videoerstellung gar nicht. An sich genügt schon die Kamera deines Handys als Equipment. Und länger als eine oder eineinhalb Minuten muss das Video sowieso nicht sein, weil die Aufmerksamkeit danach wieder zu anderen Posts abdriftet. Kleiner Tipp am Rande: Wenn du ein Video auf Facebook posten willst, dann füge es direkt bei Facebook ein und benutze, wenn möglich, keine Youtube-Links – so wird das Ganze öfter angeklickt und geteilt!

e. Insights machen dich sympathisch

Ein bisschen Big Brother steckt in uns allen und jeder will gerne wissen, wie es in deinem Unternehmen wirklich aussieht. Ab und zu ein Bild von der Büroarbeit, Benachrichtigungen über relevante Neuerungen deines Produktes, Erfolge und positive Ergebnisse machen dich gleichzeitig persönlicher und überzeugen von deiner Kompetenz.

Social Media Marketing KAI

Allerdings gilt hier: Nicht übertreiben. Wer nur über sich selbst schreibt, wird schnell als Narzisst abgestempelt. Drei Dinge solltest du deshalb im Kopf behalten, wenn du über dich selbst bzw. dein Produkt postest: Relevanz, Mehrwert und die richtige Frequenz. Mit ein paar Bildern kombiniert, werden diese Posts geliebt und geteilt!

4. Optimiere deine Posts

Die Inhalte deiner Beiträge sind nun perfekt auf die Bedürfnisse deiner Zielgruppe und die Plattform, auf der du sie postest, ausgerichtet. Aber fertig bist du noch lange nicht! Bevor du deinen Content in die Social Media Welt hinausschießt, solltest du die folgenden Dinge überprüfen und optimieren:

a. Die Länge deiner Beiträge

Hier gilt ganz klar der alte Spruch: In der Kürze liegt die Würze! Mag abgedroschen klingen, ist aber topaktuell, wie diese Grafik zeigt.

Textlänge Posts

Quelle: Sumall und Buffer

Je knapper du dein Anliegen zum Ausdruck bringen kannst, desto besser.

b. CTAs inspirieren zur Tat

CTA heißt “Call To Action” und ist, kurz gesagt, ein Aufruf zur Interaktion. Und Interaktion, damit das auch noch einmal gesagt sei, ist pures Gold für deine Community! Eine Community, die nicht interagiert, ist eher eine Zuhörerschaft – und schnell gelangweilt. Sind User aber erst einmal involviert, hast du sie an dich gebunden.

– CTAs: Wie?

Menschen interagieren mehr mit deinen Inhalten, wenn sie konkret dazu aufgefordert werden. Du möchtest, dass Bilder gepostet werden, dein Beitrag geteilt oder dein Produkt direkt über den beigefügten Link gekauft wird? Dann sag das!

CTA Newsletter

– CTAs: Wie nicht?

Zwei Dinge solltest du bei CTAs allerdings grundsätzlich beachten: Werde nicht zu nervig und nicht zu billig. Den Satz “Share if you like, fav if you don’t like” ordnet man generell vierzehnjährigen Mädchen zu, die ihr Duckface gerne so oft im Internet sehen würden wie Kim Kardashians Hinterteil. Aber für ein Unternehmen ist diese Herangehensweise eher ungeeignet. Außerdem sollten deine CTAs nicht so gestaltet sein, dass sie die Benutzer von dem abhalten, was sie eigentlich mit deinen Inhalten tun wollen. Beispielsweise wird ein Youtube-Button, der über deinem gesamten Video liegt, die Zuschauer eher dazu bringen, den Tab gleich ganz zu schließen als auf den Button zu klicken.

Hinter der Erstellung eines gelungenen CTAs liegt allerdings noch weit mehr als das; einige weiterführende Informationen erfährst du hier.

c. Metadaten nicht vergessen!

Der Teufel steckt im Detail – und im Social Media Marketing heißt dieses Detail: Metadaten. Kurz zur Erklärung: Metadaten sind die Informationen, die sich soziale Netzwerke selbst beschaffen, sobald du einen Link postest, ob dieser nun auf einen Blogpost verweist oder auf ein Youtube-Video. Sie geben dem User zusätzliche Informationen zum Beitrag.

Facebook Metadaten

Auch in den Metadaten kannst du natürlich einen CTA einbauen! Aber Achtung: Achte darauf, dass der Text, mit dem du den Link beschreibst, nicht dem auf’s Haar gleicht, der schon in den Metadaten des verlinkten Inhalts erscheint. Das sieht unprofessionell aus und da, wie schon oben beschrieben, die würzige Kürze wichtig ist, stört es umso mehr, den gleichen Text in rascher Aufeinanderfolge gleich zweimal zu lesen.

d. Timing ist nicht alles, aber sehr, sehr viel

Woher sollst du eigentlich wissen, wann und wie oft man am besten postet? Auch das ist von Community zu Community, von sozialem Kanal zu sozialem Kanal unterschiedlich. Generell gilt:

Poste, wenn deine Community am aktivsten ist

Deine Inhalte sollen ja am besten dann direkt in den Timelines und Feeds auftauchen, wenn die User dort auch präsent sind. Bei Facebook helfen dir dabei die Insights-Statistiken. Hier kannst du (im Bereich “Beiträge”) für jeden Wochentag ablesen, wann deine Fans online sind. Leider wird allerdings immer nur die letzte Woche als Richtwert genutzt.

Online-Aktivität

Nerv nicht!

Hinsichtlich der Frequenz ist es sehr wichtig, in einem Spektrum zu bleiben, das deine Community weder nervt noch sie vergessen lässt, dass du existiert. Social Media Marketing ist, was das angeht, eine Wanderung auf einem schmalen Grat. Mehr Aufschluss darüber werden dir deine internen Statistiken liefern, die allerdings einiges an Zeit brauchen, bevor sie statistisch relevant werden.

Für Timing und Frequenz gilt auch: Probiere aus! Nutze verschiedene Zeiten und Häufigkeiten und beobachte genau, wann deine Posts am meisten gesehen und geliked werden. Diese Statistiken brauchen etwas Zeit, um relevant zu werden. In der Zwischenzeit kannst du dir auch mit Statistiken aushelfen, die andere erstellt haben, wie diese hier.

5. Starte deine Fan-Base mit einem Knall

Ein Twitter-Account mit 0 Followern erreicht genau 0 Follower, wenn etwas damit gepostet wird. Und bei Facebook sieht es da ganz ähnlich aus. Wie also den eigenen Social Media Auftritt starten, damit die Inhalte, die man in mühevoller Sorgfalt und Liebe erstellt hat, auch wahrgenommen werden?

Social Media Marketing Feuerwerk

Man kann sich auf zwei unterschiedlichen Wegen behelfen:

a. Das Helferlein: Werbung

Das Thema „Werbung“ hier erschöpfend zu behandeln, würde den ohnehin schon großen Rahmen dieses Posts sprengen. Deswegen bringen wir hier einfach mal ein Fallbeispiel an: Wir befinden uns auf Facbeook und halten die Tatsache in Händen, dass der KAI schon lange vor Beginn der Veranstaltung ausverkauft ist. Das ist etwas, das wir eine ganze Menge von Leuten wissen lasse wollen. Der effizienteste Weg hierfür ist für uns, einen diesbezüglichen Beitrag zu verfassen und ihn, nachdem wir ihn gepostet haben, zu bewerben. Wir bewerben diesen Beitrag nur in unserer Community, da er in derselben sehr oft geteilt wird und so einen sehr günstigen Preis pro Interaktion erwirkt. So erhält man für ein vergleichsweise geringes Budget einen ordentlichen Boost für das, was man sagen will.

b. Die eigentliche Arbeit: Ohne Werbung

Der Aufbruch in’s Social Media-Meer ohne Werbung ist ein ohne Zweifel mühevollerer. Der Tipp, der hier zu geben ist, ist einer, den ich auch meinem siebzehnjährigen, schüchternen Sohn geben würde, wenn ich einen hätte: Integriere dich aktiv in Gespräche, lass andere Notiz von dir nehmen, sonst interessiert sich keiner für dich.

  • Beteilige dich an Diskussionen, z.B. in Facebook-Gruppen, auf anderen Facebookseiten oder mit Hilfe von Twitter-Hashtags! Wenn du die richtigen Inhalte richtig platzierst, werden die Leute auf dich aufmerksam.
  • Like, share, retweete – nicht nur du magst es, wenn dein Bauch gepinselt wird! Und nicht nur du bist eher dazu geneigt, jemandem zu folgen, der deine Meinung teilt. Also like und teile Posts von anderen, die deinen Vorstellungen entsprechen.

Wenn du jetzt überlegst, für welchen der beiden Wege du dich entscheiden sollst: Betrachte Social Media Marketing als Yin und Yang und nimm beide. Damit gehst du auf Nummer sicher. Klar, Werbung kostet Geld, aber das tut deine Arbeitszeit auch. Davon abgesehen ist das, was du ohne Werbung in den sozialen Netzwerken tun kannst, ohnehin das, was du ständig tun solltest.

6. Kümmere dich um deine Fans

Die gute Nachricht: Mit all unseren Tipps wird deine Community schnell wachsen. Die schlechte: Jetzt geht die Arbeit erst richtig los! Denn eine Community will gepflegt werden und schreit nach deiner Aufmerksamkeit. Hier sind unsere wichtigsten Tipps zum Thema Community Management:

a. Sei aktiv!

Sobald es Fragen, Komplimente, Vorwürfe, Probleme und Vorschläge rieselt, solltest du unbedingt darauf reagieren! Engagement funktioniert nicht einseitig. Wenn du willst, dass deine Community dich schätzt, dann zeige, dass du ihre Meinungen und Denkanstöße schätzt: antworte ihr! Außerdem steigert mehr Interaktion unter deinen Beiträgen wiederum deren Reichweite – ein Gewinn für dich!

b. Sei nett!

Klingt banal, muss aber immer wieder ins Gedächtnis gerufen werden: Es kann manchmal einiges an Mühe kosten, ruhig zu bleiben, wenn einige Kommentare unter die Gürtellinie zielen, aber am Ende hat keiner etwas davon, wenn du dich desselben Tons befleißigst.

c. Sei professionell!

Ein anderer Grundsatz ist es, die eigene Professionalität zumindest immer durchscheinen zu lassen. Das heißt nicht, dass du nur noch in Fachwörtern sprechen sollst, aber deine Community sollte sich der Tatsache sicher sein, dass du jemand bist, der Ahnung von seinem Metier hat. Sonst wird dir bald niemand mehr zuhören.

d. Lösche keine Kommentare

Absolutes no go: Kommentare löschen. Auch mit der schärfsten Kritik kannst du professionell umgehen – das kommt bei deiner Community besser an als Tobsuchtanfälle über gelöschte Kommentare! Einzige Ausnahme sind natürlich rassistische oder verletzende Postings!

e. Make them feel special!

Wir haben es oben schon angemerkt: In den sozialen Netzwerken geht es um das ICH. Die Mitglieder in deiner Community wollen sich besonders fühlen, als Teil eines größeren Ganzen, als Teil von etwas, mit dem sie sich identifizieren können und wo sie sich beheimatet fühlen. Klingt pathetisch? Is aber so! Eine tolle Möglichkeit, Fans sowohl ‘persönlich’ anzusprechen und gleichzeitig wichtige Infos zu platzieren, sind Newsletter. Hier bekommst du ein paar gute Tipps zum Thema.

Abgesehen davon ist auch dieser Beitrag über richtiges Community Management einen Blick wert.

Wenn du all das beachtest, hast du deine Fans für immer auf deiner Seite!

Soviel in aller Kürze zum Community Management und Social Media Marketing. Falls du jemand bist, der sich eher von Negativ-Beispielen beeindrucken lässt, kannst du dir hier die größten Social Media Fails des Jahres 2015 ansehen und dir dadurch ein Bild davon machen, was du auf keinen Fall tun solltest.

7. Nutze deine Community!

Hier kommen wir zum konkreten Nutzen, den das Community Building für dein Unternehmen oder dein Produkt hat. Wenn man sich noch einmal prinzipiell die Frage stellt, was man mit seinem Unternehmen eigentlich erreichen will, heißt die Antwort ganz klar: Man will Geld machen.

Deine Community kauft

Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand dein Produkt ersteht oder deine Dienstleistung in Anspruch nimmt, ist in deiner Community weitaus höher als irgendwo sonst. Wenn du die richtigen Ziele in Google Analytics eingestellt hast, kann dir das ein Blick auf die Statistiken deiner Seite auch bestätigen. Die Conversion Rate der sozialen Netzwerke ist gemeinhin um einiges höher als die der anderen Akquise-Methoden, die das Internet bietet.

Deine Community hilft dir beim Selbst-Optimieren

Abgesehen davon bietet dir die Community durch Statistiken und Kommentare bzw. Feedbacks die Möglichkeit, deinen Online-Auftritt bzw. deine Marketing-Strategie, deine Dienstleistung oder dein Produkt weiter an das anzupassen, was von den Leuten gerne gesehen, benutzt und gekauft wird.
Hier kann dir wiederum Google Analytics den rechten Weg weisen, da es sehr detailliert beschreibt, was die Menschen, die aus deiner Community (aus den sozialen Netzwerken) auf deine Seite kommen, tun, wo sie sich aufhalten, wo sie klicken und wie oft es schließlich auch zum Lead, zum Kauf deines Produktes kommt. Neben Google Analytics gibt es selbstverständlich auch noch viele andere Tools, die dir bei der Erfassung und Auswertung solcher Daten zur Hand gehen.

Und jetzt du!

So, jetzt hast du erst einmal genug an der Hand, mit dem du arbeiten kannst. Falls dem nicht so ist oder du uns wissen lassen willst, was du über das Thema Social Media Marketing denkst, kannst du dich gerne immer bei uns melden, wir haben ein offenes Ohr und antworten flink. Abgesehen davon würden wir auch nicht traurig sein, wenn du unten auf den Teilen-Button klicken würdest – betrachte es einfach als erste Übung zum Community-Building!

Startposition

Sonst bleibt uns nur noch zu sagen: Ran an die leckeren Social Media Marketing-Buletten!

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Kommentare (1)

Andreas schrieb am 10.02.2016 um 16:30Uhr:

Hallo Johannes, einen sehr sympathischen Artikel hast du da geschrieben! Gibt einen schönen Überblick über alle Grundlagen des SMM und deckt sich ziemlich gut mit meinen Ansichten. Fast immer, wenn ich dachte "na, jetzt fehlt aber noch Dasunddas", kam die Info praktisch im nächsten Satz. Und sehr schicke Grafiken hast du da gefunden! Wer sich vorher in der Materie gar nicht auskannte, könnte zwar ein wenig erschlagen sein von den vielen Informationen (Meta-Daten bei Facebook-Posts sind für diesen Artikel schon vergleichsweise spezifisch), aber er hat auf jeden Fall eine Orientierung, was geht und womit er anfangen sollte. Und da jeder eurer sieben Unterpunkte sicherlich noch mindestens einen eigenen Blogartikel nach sich ziehen wird, ist man dahingehend ja auch bald versorgt. ;) Zumindest provozieren z.B. die Abschnitte zu Facebook-Werbung und Google Adwords die spontane Frage: "Ach, und wie geht das jetzt?" Ich mag sehr, dass ihr guten Inhalt für zentral haltet und keine Schnell-und-einfach-Lösungen anpreist. Instagram hätte ich ein, zwei Sätze mehr gegönnt (immerhin mittlerweile 9 Millionen Nutzer in Deutschland) und auch der Aspekt Sponsored Posts bei Facebook und Instagram ist nicht zu unterschätzen. Denn das geht ja auch in unaufdringlich und mit ein paar Zahlen lässt sich sehr schnell belegen, wie beeindruckend effektiv das sein kann. Auch wenn Werbung immer ein bisschen wie schummeln wirkt :) Also: Schön anschaulicher Text und ich freue mich auf das, was da noch kommt! Grüße aus Leipzig!

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